Niederlande - Schwarz, Weiß, Grau. Zeithistorische Debatten seit 2000

Autor(in)/Mitwirkende(r)
Titel
Niederlande - Schwarz, Weiß, Grau. Zeithistorische Debatten seit 2000
Zusammenfassung
In der niederländischen Geschichtskultur spielt die Auseinandersetzung mit dem Zweiten Weltkrieg nach wie vor die zentrale Rolle. Das Werk „Grijs Verleden. Nederland en de Tweede Wereldoorlog” des umstrittenen Publizisten Chris van der Heijden löste 2001 eine vehemente öffentliche Debatte aus, da der Autor die vermeintlich „schwarz-weiße” offizielle Erinnerungskultur der Niederlande angriff und durch das Bild einer „grauen” oder auch „blassen” Vergangenheit zu ersetzen suchte. Van der Heijdens „graue Revision“ betraf dabei nicht nur die manichäischen Erzählmuster der Nachkriegsgesellschaft über Kollaboration und Widerstand, sondern auch die Nivellierung der Unterschiede zwischen Tätern und Opfern. Der Historiker Krijn Thijs ordnet diese Debatte in die veränderte politische Kultur der Niederlande ein, in der auch die Rolle von Zeithistorikern in einer sinnsuchenden Gesellschaft verstärkt diskutiert wird.
Publikation
Docupedia-Zeitgeschichte
Datum
2011-06-03
Sprache
de
Zitierung
THIJS, Krijn, 2011. Niederlande - Schwarz, Weiß, Grau. Zeithistorische Debatten seit 2000. Docupedia-Zeitgeschichte [online]. 3 Juni 2011. Verfügbar unter: https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/index/index/docId/290
Disziplin
Erscheinungsjahr