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Die Alte-Musik-Bewegung in den Niederlanden. Eine Erfolgsgeschichte am Scheideweg

Eintragsart
Autoren/Mitwirkende
Titel
Die Alte-Musik-Bewegung in den Niederlanden. Eine Erfolgsgeschichte am Scheideweg
Zusammenfassung
Abstract: „Musiker wie Gustav Leonhardt, Frans Brüggen, Ton Koopman und die Gebrüder Kuijken ließen die Niederlande zu einem führenden Zentrum der Alte-Musik-Bewegung werden. Eine Schlüsselfunktion für die strukturelle Etablierung dieser Vorrangstellung lag bei der Stiftung für musikhistorische Aufführungspraxis (STIMU), welche nicht nur den Austausch zwischen Wissenschaftlern und Musikern anregte, sondern auch die Wiege des Utrechter Festivals für Alte Musik und der „Alte Musik“-Abteilung des Haager Konservatoriums darstellte. Diese glorreiche Vergangenheit bewegt sich jedoch über eine unübersichtliche Gegenwart in eine unsichere Zukunft. Generationenwechsel, Kommerzialisierung, Professionalisierung und Geldnote bescherten der Bewegung in den vergangenen Jahren eine Identitäts- und Existenzkrise, welche in zwei unterschiedlichen Überlebensstrategien resultierte: Während manche - vor allem die Ausbildungsinstitute - ad fontes zurückkehren, also neue Initiativen zur Integration von musikalischer Wissenschaft und Praxis gründen, suchen andere ihr Heil in der Flucht nach vorne, also der Innovation unter Preisgabe grundlegender Prinzipien. Eine Synthese beider Ansätze scheint - zumal theoretisch - zukunftsträchtig, allerdings lassen überzeugende Applikationen noch weitgehend auf sich warten.“
Buchtitel
Barockmusik. Diskurs zu einem Interpretationsprofil
Reihe
Klang-Reden
Nummer der Reihe
10
Ort
Freiburg, Br.; Berlin; Wien
Verlag
Rombach
Datum
2013
Seiten
85–102
Zitierung
ERHARDT, Tassilo, 2013. Die Alte-Musik-Bewegung in den Niederlanden. Eine Erfolgsgeschichte am Scheideweg. In: Thomas HOCHRADNER (Hrsg.), Barockmusik. Diskurs zu einem Interpretationsprofil. Freiburg, Br.; Berlin; Wien: Rombach. S. 85–102. Klang-Reden, 10
Erscheinungsjahr