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Aus der Verlagsmeldung: „Auf kaum eine andere Region in Europa haben sich der Erste Weltkrieg und sein für Deutschland verlorenes Ende von 1918 so nachhaltig ausgewirkt wie auf das Saarland, Elsass-Lothringen und Luxemburg sowie auch auf die Wallonie und die Pfalz. Anlässlich einer Tagung in Saarbrücken riefen Historiker die Fragen ins öffentliche Bewusstsein zurück, wie sich vor 100 Jahren die politischen Schwerpunkte verschoben, welche politische Eliten Einfluss auf den Verlauf der neu gezogenen Grenzen nahmen und wie revolutionäre Bestrebungen erstickt wurden, aber die sie auslösenden gesellschaftlichen Widersprüche bestehen blieben. Mit dem Jahr 1918 begann auch die Zeit, in der die politischen Akteure die heute bestehende Großregion »Saar-Lor-Lux« als europäische »Kernregion« schufen und die nun nach einer gemeinsamen Identität sucht. Die vorliegende Schrift will zum besseren Verständnis dieser Zeit »nach dem Schlachtenlärm« beitragen.“
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Aus dem Inhaltstext: „Aus transnationaler und alltagsgeschichtlicher Sicht wird geschildert, wie die Menschen vor, während und nach dem „Großen Krieg“ rund um das Vierländereck bei Aachen, Vaals, Gemmenich und Moresnet lebten und litten. Es geht um das Schicksal von „Neutralen“ aus Moresnet, von 1830/31 bei den Niederlanden verbliebenen Südlimburgern, Aachener, Eupener und Eifeler Bürgern, die man 1815 ungefragt zu Preußen gemacht hatte, und um die plattdeutsche und französischsprachige belgische Grenzbevölkerung rund um Verviers. Vor 1914 spielten die Grenzen in den Köpfen und tatsächlich auch in der Praxis der hiesigen Menschen so gut wie keine Rolle. Arbeit wurde dort gesucht, wo es etwas zu arbeiten gab. Auch für Wallfahrten, zum Feiern, Heiraten, Wohnen, Kaufen und nicht zuletzt zum ertragreichen Schmuggeln wurde gern die Grenze überschritten. Die Gegend war sozusagen miniglobalisiert. Und zumeist wurde auf allen Seiten der Grenze dieselbe Sprache benutzt: das Grenzlandplatt! Das Jahr 1914 brachte im belgisch-deutschen Verhältnis die Zäsur. Auch unter der Grenzbevölkerung sollte von da an nichts mehr sein, wie es früher einmal war. Am 11. November 1918 trat der Waffenstillstand zwischen Deutschland und der Entente in Kraft, am 28. Juni 1919 wurde der Versailler Vertrag unterzeichnet und am 20. September 1920 bestätigte der Völkerbund definitiv, dass die beiden Grenzkreise Eupen und Malmedy zukünftig zu Belgien gehören.“
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Inhaltstext: „Tiefgreifende Veränderungen markierten das 19. Jahrhundert mit seinen Kriegen und Krisen, seinen Brüchen und Kontinuitäten: Der Code civil symbolisiert die Werte der Französischen Revolution, die das Zusammenleben in Europa auf eine neue Grundlage stellten. Die industrielle Revolution führte zu einer beschleunigten Moderne, die Wirtschaft, Arbeit und Alltag sowohl an den neuen Produktionsstandorten als auch in den weniger betroffenen ländlichen Regionen grundlegend veränderte. In diesem Prozess werden aber auch Dynamiken des Beharrens deutlich, die diese Veränderungsprozesse mitgestalteten und regional zu jeweils eigenen Ausprägungen führten. Alle drei Begriffe stehen für die Entwicklung der Region zwischen Göhl und Our in einem langen 19. Jahrhundert, das um 1770 beginnt und nach dem Ersten Weltkrieg endet. Die 15 Autoren betrachten in 14 Kapiteln den Raum des heutigen Ostbelgiens dabei nicht als eine Randregion zwischen unterschiedlichen Zentren, sondern als einen Zwischenraum, der das Zusammenleben an den Grenzen und über die unterschiedlichsten Grenzen hinweg beständig mitgestaltet.“
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Abstract: „The Wire of Death as a Border Guard. An Unknown Episode of the Great War 1914–1918 along the Dutch–Belgian Frontier For four long years the First World War changed the relations between the Kingdom of The Netherlands and the Kingdom of Belgium, with the former remaining neutral in the conflict while the latter became a theatre of particularly bloody hostilities. In the province of North Brabant, which was part of the Kingdom of The Netherlands, at a small distance from border with the Kingdom of Belgium there lies a locality bearing the double name of Baarle–Hertog and Baarle–Nassau – a Dutch–Belgian jigsaw composed of 30 enclaves. The German armies decided not to attack the Belgian enclaves since they could not do so without violating the neutrality of the Dutch. In order to prevent the inflow into The Netherlands of volunteers who could come to the aid of the army defending itself in the Yzer river valley, in January 1915 the German troops embarked upon setting up networks of barbed wire along the entire Belgian border (450 kms long) from the Zwin inlet in Knokke to the suburbs of Aix–la–Chapelle. The unique frontier encircling the Belgian enclaves was composed of electric barbed wire known as the „Wire of Death”, which took the lives of numerous victims and was the source of the tragic plight of all thus separated families. The border in question also divided small towns and villages, sometimes in half. The presented text discusses several such instances. The author concentrated predominantly on the functioning of the lethal frontier and the life of people residing on both its sides. He also described the history of Baarle–Hertog, a little– known fragment of free Belgium within Dutch Branat, and its role in obtaining information about the plans and activity of the German occupant.“
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