Ihre Suche
Ergebnisse 6 Einträge
-
Inhaltstext: „Luxemburg ist in bemerkenswerter Weise von grenzüberschreitenden Mobilitätsphänomenen geprägt, zu denen Grenzpendler und Wohnmigranten zählen. Während beide Gruppen überwiegend unter sozioökonomischen Aspekten betrachtet werden, nimmt dieser Beitrag eine soziokulturelle Perspektive ein. Untersucht wird die Frage, inwiefern grenzüberschreitende Alltagsmobilität die Entstehung grenzüberschreitender Lebenswelten an der luxemburgischen Grenze fördert. Dafür werden die Entwicklung von sozialen Kontakten am Arbeits- und/oder Wohnort sowie die räumliche Organisation von Alltagspraktiken von Grenzpendlern und Wohnmigranten beleuchtet. Beide Teilaspekte werden in den betrachteten Gruppen anhand von quantitativ und qualitativ erhobenen Befunden aus verschiedenen Studien diskutiert und zueinander in Beziehung gesetzt. Der Beitrag gibt Einblicke in Lebenswelten an europäischen Binnengrenzen, für die nationalstaatliche Gliederungen nachrangig und zugleich konstitutiv sind. Luxembourg is particularly characterised by cross-border mobility phenomena such as cross-border commuters and residential migrants. While both groups are usually considered from a socio-economic perspective, this paper takes a socio-cultural stance. The focus of investigation is the extent to which cross-border everyday mobility promotes the development of cross-border living environments on the Luxembourg border. To this end light is shed on the development of social contacts at the place of work and/or residence and the spatial organisation of the everyday practices of cross-border commuters and residential migrants. Both aspects are discussed and set in relation to one another using quantitative and qualitative findings from various investigations. The paper provides insights into living environments on the inner borders of the EU, where divisions between nation states are of subordinate importance but simultaneously constitutive.“
-
Abstract: „Angesichts fortschreitender Globalisierung gewinnen übernationale Sozialbeziehungen zunehmend an Bedeutung. Sie rücken als Forschungsgegenstände immer stärker in die Human- und Sozialwissenschaften ein und stellen die teilweise noch an ‚verankerten’ Lebensbedingungen orientierten analytischen Konzepte in Frage. So ist teilweise ein Wandel weg von statischen, homogenisierenden und abgeschlossenen Modellen von Gesellschaft, Kultur und Raum hin zu entsprechend offenen und dynamischen Konzepten auszumachen. Diese können wichtige Impulse geben für Fragestellungen und ihre theoretischen Annäherungen auf der kleinräumigen Ebene von benachbarten Grenzregionen. Im vorliegenden Beitrag soll hierfür das Modell des transnationalen sozialen Raums aufgegriffen und im Hinblick auf grenzüberschreitende Sozialverflechtungen zwischen europäischen Grenzregionen theoretisch-konzeptionell diskutiert werden. Dafür werden zunächst die Mobilitätstypen des Transmigranten und des Grenzgängers erläutert und auf empirischer Ebene beispielhaft Bezüge zu einer bei Grenzgängern in der „Großregion SaarLorLux“ durchgeführten Studie hergestellt. Das im Umfeld der Migrationsforschung entwickelte und vorzustellende Modell fokussiert auf dauerhafte Sozialzusammenhänge, die über Nationalstaaten hinausreichen und neue Vergesellschaftungszusammenhänge konstituieren, gleichwohl bleibt es in seiner Konzeption und Analytik weitgehend einem statischen und nationalstaatlichen Denken verhaftet. Vor diesem Hintergrund wird versucht, die zentralen Desiderata und mögliche Entwicklungsperspektiven für die Erforschung transnationaler Sozialzusammenhänge in Grenzregionen herauszuarbeiten. Given the continuing processes of globalisation, social networks that can be categorised as being above the national level are coming to the fore. They are also making constant headway as research topics in the human and social sciences by calling analytical concepts into question that are still geared towards “rooted” life conditions. For instance, there is a move away from statistical, homogenising and closed models of society, culture and space to more open and dynamic concepts that can provide important motivation for questions and their way they theoretically approach these issues on the small-space level of neighbouring border regions. This article will address the model of a transnational social space and discuss it in the framework of cross-border social interconnections between European border regions. It will start off by explaining the types of mobility that transmigrants and cross-border commuters have and then empirically and exemplarily linking this to a study made on cross-border commuters in the large-scale SaarLorLux region. The model to be presented here has been developed in the context of migration research and it focuses on permanent social connections that go beyond national states and constitute new connections of socialisation, even though its conception and analytical methods mostly remain dedicated to static thinking and to the national state. Given these facts, this article attempts to outline the central desiderata and potential development vistas for the research on transnational social relationships in border regions.“
Erkunden
Staat
- Belgien (5)
- Deutschland (5)
- Frankreich (5)
- Luxemburg (5)
Kreis, Region, Provinz, Teilstaat o.ä.
- Belgien_Provinz Luxemburg (4)
- Bundesland_Rheinland-Pfalz (5)
- Bundesland_Saarland (5)
- Eifel (3)
- Großregion (5)
- Obermosel-Gebiet (4)
- Ostbelgien, Deutschsprachige Gemeinschaft (3)
- Ostfriesland (3)
- Saar-Lor-Lux (5)
Zeitabschnitt
Thema
- Alltag (2)
- Arbeitnehmer (1)
- Arbeitsmigration (1)
- Belgien (2)
- Deutschland (2)
- Frankreich (2)
- Grenzarbeitnehmer (6)
- Grenzgebiet (2)
- Luxemburg (2)
- Medienkonsum (1)
- Mobilität (1)
- Neue Medien (1)
- Regionale Mobilität (4)
- Saar-Lor-Lux (2)
- Sozialraum (1)
- Transnationalisierung (1)
Eintragsart
- Buch (1)
- Buchteil (4)
- Zeitschriftenartikel (1)