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Aus den Verlagsangaben: „1548 schloss Kaiser Karl V. mit den Ständen des Heiligen Römischen Reichs den Burgundischen Vertrag. Dieser Vertrag und die nachfolgende Entwicklung führten zur weitgehenden Lösung der burgundischen Erblande der Habsburger, darunter das Herzogtum Luxemburg, vom Reich. Theodor Baums behandelt zunächst die Stellung des Herzogtums Luxemburgs als Reichslehen, die Zuständigkeit des Reichskammergerichts auch für die burgundischen Erblande und sodann Inhalt und Bedeutung des Burgundischen Vertrags. Die durch den Vertrag bewirkte Abspaltung der Erblande vom Reich machte neben anderem die Entwicklung von Normen für die „internationale“ Gerichtszuständigkeit erforderlich. Im zweiten Teil befasst sich die Untersuchung mit der durch den Burgundischen Vertrag ausgelösten Entfaltung dieser frühen Form zwischenstaatlicher Kooperation bei grenzüberschreitenden Konflikten. Hierfür werden die Akten des Reichskammergerichts zu einschlägigen Streitigkeiten mit Bezug zum Herzogtum Luxemburg ausgewertet.“
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Inhaltstext: „Luxemburg ist in bemerkenswerter Weise von grenzüberschreitenden Mobilitätsphänomenen geprägt, zu denen Grenzpendler und Wohnmigranten zählen. Während beide Gruppen überwiegend unter sozioökonomischen Aspekten betrachtet werden, nimmt dieser Beitrag eine soziokulturelle Perspektive ein. Untersucht wird die Frage, inwiefern grenzüberschreitende Alltagsmobilität die Entstehung grenzüberschreitender Lebenswelten an der luxemburgischen Grenze fördert. Dafür werden die Entwicklung von sozialen Kontakten am Arbeits- und/oder Wohnort sowie die räumliche Organisation von Alltagspraktiken von Grenzpendlern und Wohnmigranten beleuchtet. Beide Teilaspekte werden in den betrachteten Gruppen anhand von quantitativ und qualitativ erhobenen Befunden aus verschiedenen Studien diskutiert und zueinander in Beziehung gesetzt. Der Beitrag gibt Einblicke in Lebenswelten an europäischen Binnengrenzen, für die nationalstaatliche Gliederungen nachrangig und zugleich konstitutiv sind. Luxembourg is particularly characterised by cross-border mobility phenomena such as cross-border commuters and residential migrants. While both groups are usually considered from a socio-economic perspective, this paper takes a socio-cultural stance. The focus of investigation is the extent to which cross-border everyday mobility promotes the development of cross-border living environments on the Luxembourg border. To this end light is shed on the development of social contacts at the place of work and/or residence and the spatial organisation of the everyday practices of cross-border commuters and residential migrants. Both aspects are discussed and set in relation to one another using quantitative and qualitative findings from various investigations. The paper provides insights into living environments on the inner borders of the EU, where divisions between nation states are of subordinate importance but simultaneously constitutive.“
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Abstract: „Das Phänomen der Gentrifizierung hat 1964 durch einen Beitrag der britischen Soziologin Glass Eingang in die Forschung gefunden. Lange Zeit wurden die Prozesse ausschließlich im urbanen Kontext untersucht. Erst seit den 1990er Jahren kann auch in der ländlichen Raumforschung in Nordamerika und Großbritannien ein wachsendes Interesse festgestellt werden (Phillips 2009). Ermann (2011) verweist darauf, dass auch in den ländlichen Räumen Deutschlands bereits seit langer Zeit Phänomene der Gentrifizierung beobachtet werden können, die Forschung jedoch nach wie vor auf innenstadtnahe Wohnquartiere beschränkt bleibt. Mit der vorliegenden Untersuchung soll daher ein Beitrag zur rural gentrificationForschung in Deutschland geleistet werden. Im Fokus stehen hierbei Wohnsitz migranten mit Arbeitsplatz in Luxemburg, die zumeist aus finanziellen Erwägungen in ländlichen Siedlungen an der Obermosel ansässig werden. Durch die sich seit rund zwei Jahrzehnten intensivierende Zuwanderung haben sich diese Dörfer zu Wachstumskernen in einer insgesamt betrachtet schrumpfenden Region entwickelt; sie unterliegen Transformationsprozessen, die sich auf vielfältige Weise in der Konstitution der Dorfgemeinschaft und der materiellen Dorfstruktur niederschlagen. Ziel der Analyse ist es, die Konsequenzen dieser Migration zu analysieren und zu prüfen, ob sie als rural gentrification klassifiziert werden können. Grundlage für die Untersuchung sind Expertengespräche sowie eine standardisierte, komparativ angelegte Befragung alteingesessener Dorfbewohner und zugezogener Luxemburger Residenten. Die Forschungsbefunde zeigen, dass die Charakteristika der rural gentrification teils in sehr ausgeprägter Form beobachtet werden können. Es werden zwar nicht alle Kriterien idealtypisch erfüllt, aber dieser Umstand erscheint wiederum repräsentativ für den bisherigen Stand der Forschung, da die vorliegenden Studien für den ländlichen Raum eine weitaus größere Bandbreite an Erscheinungsformen der Gentrifizierung aufgedeckt haben als dies im urbanen Kontext der Fall ist (Smith 2011; Guimond u. Simard 2010). The phenomenon of gentrification found his way into research in 1964 by a contribution of the British sociologist Glass. For a long time gentrification processes were examined exclusively in the urban context. It is only since the 1990s that a growing interest can be observed in rural research in North America and the UK (Phillips 2009). Ermann (2011) points to the fact that phenomena of gentrification can also be perceived in the rural areas of Germany, but that research is still restricted to urban residential areas. Therefore, the purpose of this study is to contribute to rural gentrification research in Germany. The focus is on residential migrants with employment in Luxembourg, which move to rural settlements at the Upper Moselle, mainly for financial reasons. This type of immigration is intensifying for around two decades. Thus, the attracting villages develop to growth centres in an overall shrinking region. The villages are subject to transformation processes that are reflected in a variety of ways in the constitution of the village community as well as in the material village structure. The aim of the study is to analyze the consequences of the migration and to examine whether it can be classified as rural gentrification. The analysis is based on expert discussions and a standardized, comparative survey of long-established villagers and newly moved Luxembourg residents. The research findings show that the characteristics of rural gentrification can be observed in a very pronounced form. Although not all criteria are ideal-type, this fact appears again representative for the current state of research. Existing studies have revealed a much wider range of manifestations of gentrification in rural areas than in the urban context (Smith 2011; Guimond u. Simard 2010).“
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Abstract: „Die Schengener Abkommen haben viele europäische Grenzen geöffnet und Grenzkontrollen verschwinden lassen. Der Effekt dieser Öffnung lässt sich besonders gut am Beispiel des deutsch-luxemburgischen Grenzraums beleuchten. Dort haben die nationalstaatlichen Grenzen ihre trennende Wirkung weitgehend eingebüßt, was sich u.a. in der sehr ausgeprägten Alltags- und Wohnmobilität widerspiegelt. Der Beitrag zeigt, dass die vielfältigen grenzüberschreitenden Praktiken die nationalen Grenzen zwar relativiert haben, diese aber in Form neuer Grenzziehungen fortbestehen. Dieser Zusammenhang von Aulösung und gleichzeitigem Fortbestand, wie er in der Denkigur der Phantomgrenze prgnant gefasst wird, soll am Beispiel der grenzüberschreitenden Wohnmigration untersucht werden. Die Zahl der Luxemburger, die ihren Wohnsitz in die deutschen Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz verlagern, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Der Beitrag basiert auf Daten aus vier im saarländischen und rheinland-pfälzischen Grenzraum durchgeführten empirischen Studien, die sich auf methodisch unterschiedliche Art und Weise mit dieser Entwicklung befassen. Die Ergebnisse stimmen grundlegend darin überein, dass die massive Wohnmigration sowohl auf lokaler als auch auf regionaler Ebene neue räumliche Differenzierungen und soziale Grenzziehungen mit sich gebracht hat. Diese materialisieren und manifestieren sich in unterschiedlicher Weise: verkehrsgünstige vs. verkehrsungünstige Lage von Gemeinden, Neubaugebiete vs. Ortskerne, Autochthone vs. Allochthone, Luxemburger vs. Nicht-Luxemburger. In allen diesen Abgrenzungsvorgängen kommt die Persistenz nationaler Ordnungskategorien zum Ausdruck, und sie weisen somit auf das phantomhafte Fortbestehen der territorialen Grenzen im Allgemeinen sowie auf eine klare Inkongruenz von territorialen Grenzen und sozialen Grenzziehungen im Kontext von Wohnmigration im Besonderen hin. The Schengen Agreement have opened many European borders and allowed border controls to virtually disappear. The effect of this opening can be illustrated especially well with the example of the German-Luxembourgish border region. Here, national borders have largely lost their dividing effect, which is relected, amongst other things, in the very intensive daily mobility and residential mobility. This article shows that the diversity of the cross-border practices has relativised the national borders, which, however, persist in the form of new demarcations. This relationship of dissolvement and simultaneous continuity, as it is concisely described with the igure of thought phantom borders, will be examined by using example of cross-border residential migration. The number of Luxembourgers who recolate their residence to the German federal states of Saarland and Rhineland-Palatinate has risen signiicantly in recent years. This article is based on data from four different empirical studies, which, using a variety of methods, were concerned with the developments of residential mobility in the border regions of Saarland and Rhineland-Palatinate. The results are fundamentally in agreement that the massive residential migration has brought with it spatial differentiations and social demarcations on a local as well as on a regional level. These materialise and manifest themselves in different ways: easily accessible by public or private transport vs. not easily accessible; new residential developments vs. town and village centres, autochthonous vs. allochthonous, Luxembourgers vs. non-Luxembourgers. In all of these demarcation processes, the persistence of national categories is expressed, and they thus refer to the phantom-like continuity of territorial borders in general, as well as a clear incongruity of territorial borders and social demarcations in the context of residential migration in particular.“
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Inhaltstext: „Spatial and identity research operates with differentiations and relations. These are particularly useful heuristic tools when examining border regions where social and geopolitical demarcations diverge. Applying this approach, the authors of this volume investigate spatial and identity constructions in cross-border contexts as they appear in everyday, institutional and media practices. The results are discussed with a keen eye for obliquely aligned spaces and identities and relinked to governmental issues of normalization and subjectivation. The studies base upon empirical surveys conducted in Germany, France, Belgium and Luxembourg.“
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„Sur la frontière orientale du royaume de France, et plus particulièrement dans les Trois Évêchés, les élites militaires et civiles disposent, tout au long du XVIIIe siècle, d’une certaine autonomie qui les conduit à mener, quand l’occasion se trouve, de véritables opérations de guerre afin de régler des affaires locales. Paradoxalement, au milieu d’un conflit comme la guerre de succession d’Autriche, ces mêmes acteurs s’évertuent à maintenir un état de paix ou de neutralité armée, avec l’accord de leurs souverains respectifs. C’est le cas des relations entre Metz et Luxembourg tout au long du siècle. Quel rôle jouent les acteurs locaux et provinciaux sur ces logiques de guerre et de paix ? Quel est leur poids dans la décision de faire la guerre et éventuellement d’entraîner le pays dans un conflit ? A contrario, en période de guerre, comment s’arrangent-ils pour préserver leur espace et en faire un havre?“
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Inhaltstext: „Grenzgänger sind in Luxemburg zu einer unverzichtbaren Arbeitskraftressource geworden. Im Alltagsdiskurs werden sie oft unter verschiedenen Vorzeichen thematisiert, woraus sich bestimmte Repräsentationen hinsichtlich der Grenzgänger ableiten lassen. In diesem Beitrag werden auf Grundlage empirischer Ergebnisse solche Diskurspraktiken der Luxemburger Wohnbevölkerung im Hinblick auf Grenzgänger herausgearbeitet. Hieran anknüpfend sowie aufbauend auf der Heuristik Vertrauter (+/-)/ Fremder wird der den Grenzgängern zugeschriebene Status bestimmt. Deutlich wird dabei, dass innerhalb der Luxemburger Gesellschaft ambivalente Repräsentationen des Grenzgängerwesens vorherrschen, die auf Alteritätsverhältnisse und Identitätskonstruktionen unter spätmodernen Bedingungen verweisen. Cross-border commuters have become an indispensible resource in Luxembourg. In everyday discourses they are discussed under different prefixes, which indicate that there are certain representations with regard to cross-border workers. Based on empirical research, this paper addresses the various underlying discourse practices of Luxembourgish residents. The ascription of status to cross-border workers is analysed using a familiar (+/-)/ stranger heuristic. It has become evident that within the Luxembourgish society there are ambivalent representations of cross-border commuters that point at circumstances of alterity and the construction of identity under late modern conditions.“
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Inhaltstext: „Die in diesem Band vereinten Beiträge gehen im Kern auf ein Kolloquium zum Thema „Moderne Stadtentwicklung im deutsch-französisch-luxemburgischen Grenzraum im 19. und 20. Jahrhundert“ zurück, das vom 10. bis 12. Mai 1990 in Mettlach/Saar stattfand. Es stand unter der Leitung von Prof. Dr. Jean-Louis Cohen (Paris), Dr. Jean-Paul Lehners (Luxembourg) sowie den Herausgebern. Dieses erste interdisziplinäre Treffen von Forschern aus den drei Ländern, veranstaltet in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Historikerkomitee, wurde gefördert durch die Friedrich-Ebert-Stiftung und das Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS). Etwa 40 Historiker, Kunsthistoriker, Architekten, Soziologen und Geographen nahmen eine Bestandsaufnahme der bisherigen Erforschung der Urbanisierung in diesem Raum vor. Gleichzeitig diente die Tagung der Vorstellung unterschiedlicher wissenschaftlicher Fragestellungen und Methoden sowie dem interdisziplinären Dialog. Dabei verdeutlichte die Bandbreite der in den Referaten und Beiträgen erörterten thematischen Aspekte die Vielfalt des Forschungsfeldes. Zugleich wurde aber auch klar, dass die vorhandenen Forschungsdefizite eine weitere enge grenzüberschreitende Kooperation erfordern, die durch eine Zusammenarbeit der verschiedenen an der Urbanisierungsforschung beteiligten Disziplinen zu ergänzen ist. Die Mehrzahl der vorgetragenen Referate wurde in aus- oder umgearbeiteter Form in den Band aufgenommen. Einige thematisch verwandte Beiträge kamen hinzu. Dem grenzüberschreitenden Forschungsgegenstand und der jeweiligen Muttersprache der Autoren entsprechend wurden die Aufsätze in deutscher oder französischer Sprache abgefasst. Kurze Zusammenfassungen in der jeweils anderen Sprache erleichtern das Verständnis.“
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