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Abstract: „The article uses the concept of border temporalities to offer a hermeneutic interpretation of an old letter containing a request from a cross-border female migrant from Luxembourg to access French welfare benefits. In doing so, it systematically unravels the way in which time was lived and experienced differently by borderland residents as opposed to French lawmakers. The alternative temporality characterizing the third space of the Luxembourgian–German– French borderlands clashed with the spatio-temporal hierarchy imposed by France in the period after the First World War to exclude the majority of people living abroad from access to social provision. The article concludes its hermeneutic circle with a reflection on how historical research on borders and borderlands is conditioned by the temporality of archives and the temporality of research funding.“
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Aus dem Verlagstext: „Spätestens seit der Covid-19-Pandemie ist die Rolle von Grenzen, die in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen haben, nicht mehr zu übersehen. Diese Entwicklung, die sich mühelos auf der globalen Ebene rekonstruieren lässt, ist mit dem Virus auch in die europäischen Grenzregionen vorgedrungen. Dort ist die europäische Grenzraumforschung nun mit Phänomenen konfrontiert, mit denen sie sich bisher kaum auseinandergesetzt hat. Der Beitrag wendet sich solchen Phänomenen zu und arbeitet exemplarisch das Zusammenspiel von Ver- und Entgrenzungsprozessen im Kontext des Covidfencing heraus. Dafür werden soziale Aushandlungsprozesse der Grenzschließungen in der Großregion SaarLorLux und im deutsch-polnischen Grenzgebiet als „people’s resilience“ thematisiert. Darauf aufbauend werden Überlegungen vorgestellt, wie sich die europäische Grenzraumforschung für Phänomene und Fragestellungen in Zeiten der Vergrenzungen aufstellen kann. Der internationalen Grenzforschung folgend wird eine Erweiterung der Forschungsagenda um alltagskulturelle Fragen vorgeschlagen, die einen Erkenntnisgewinn versprechen. Außerdem wird eine Justierung des verbreiteten Grenzbegriffs vorgeschlagen, um die Grenze als Gegenstand alltagskultureller Aushandlungen erschließbar zu machen.“
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Aus den Verlagsangaben: „Considering the myriad cross-border regions that the EU counts, it is impossible for the European Commission to map detailed territorial cross-border effects in all of the EU’s border regions for the impact assessments it conducts. National governments also face obstacles when seeking to cohesively integrate cross-border impact assessments in the existing frameworks that they use to assess the impact of new legislative, policy and enforcement measures. Even border regions or cross-border entities themselves face challenges in implementing impact assessments in their own territories. Despite the need for structural analyses of the border effects of newly adopted legislation and legislation under review, in terms of policy and enforcement, there are issues regarding the availability of academic resources, relevant tools and know-how. For the last couple of years, researchers from Maastricht University have been assessing as a bottom up exercise the potential effects of legislative proposals on the specific Dutch/German and Dutch/Belgium cross-border territories. This article presents the methodology used and the experiences gained from 2016 to 2019 by highlighting a number of interesting cases. It also offers future ideas for conducting similar “bottom-up” regulatory territorial impact assessments in cross-border regions.“
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Abstract: „In diesem Beitrag wird die Bedeutung von nationalen Grenzen für räumliche Identitäten in Grenzregionen analysiert. Dafür wird ein mehrdimensionales Analysemodell entwickelt und am Beispiel der Großregion SaarLorLux gefragt, wie die Einwohner*innen den Raum repräsentieren und wie sie ihre alltagskulturellen Praktiken räumlich organisieren. Außerdem werden räumliche Projektionen im politischen Diskurs aufgedeckt und rekonstruiert, inwiefern diese in Identifizierungsprozessen wirksam sind. Die Betrachtungen stützen sich auf eine Repräsentativbefragung der Einwohner*innen Luxemburgs und der an das Großherzogtum angrenzenden Gebiete in Frankreich, Belgien und Deutschland. Der Beitrag zeigt, dass nationale Grenzen in den Identifikations- und Identifizierungsvorgängen der Einwohner*innen der Großregion SaarLorLux trotz grenzüberschreitender Verflechtungen und Alltagsgeographien eine wichtige Rolle spielen, aber nicht zwangsläufig als stabile Ordnungskategorien.“
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Aus dem Verlagstext: „Wolfgang Trees erzählt die bewegte Geschichte des größten Schmugglers aller Zeiten. Knapp 150 Euro Rente bezieht er im Monat. Auf die Frage, wovon er denn lebe, antwortet der deutschsprachige Belgier aus Eupen: "Vom essen und trinken!" Der über 80jährige war "der allergrößte Schmuggler aller Zeiten" in den ersten Nachkriegsjahren an der deutschen Westgrenze. An der "Kaffeefront" im "wilden Westen", dem Städtedreieck Aachen-Maastricht-Lüttich, tobte von 1946 bis 1953 ein erbitterter Kampf zwischen Schmugglern und Zöllnern. Der belgische Großschmuggler hatte in den Nachkriegsjahren die Idee, gepanzerte Halbkettenfahrzeuge aus US-Heeres-Beständen mit 3000 Kilogramm Kaffeebohnen (und mehr) querfeldein über die belgisch-deutsche Grenze fahren zu lassen. Bei zehn Mark Nettogewinn pro Pfund Kaffee war das ein gigantisches Geschäft! Er betrieb es zuletzt mit 17 festangestellten Fahrern und Fahrzeugen. Neben den "Panzern" sind das Last- und Lieferwagen sowie schnelle "amerikanische Schlitten". Trotz seiner sechs Jahre Gefängnis in Belgien und in Deutschland wird der Oberschmuggler ein wohlhabender Mann und ist es bis heute geblieben. Seine bewegte und teils tragisch-bewegende Geschichte berichtet er exklusiv im Buch des Aachener Zeithistorikers Wolfgang Trees: "Schmuggler, Zöllner und die Kaffeepanzer / Die wilden Nachkriegsjahre an der deutschen Westgrenze". Der Autor hat zwanzig Jahre lang immer wieder recherchiert und insgesamt 150 Augenzeugen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden befragt. Die tatsächlich wildbewegten Jahre werden auf 440 Seiten mit 460 Fotos plus Karten in 33 Kapiteln geschildert. Die Schmuggler zum Beispiel werfen säckeweise "Krähenfüße" (gebogene Nägel) aus ihren Wagen und zerfetzen damit die Reifen der verfolgenden Zoll-Autos. Die Zöllner reagieren darauf mit Erfolg, indem sie stählerne Besen vor ihre Autoreifen montieren. Mit damals zwanzig Millionen D-Mark Jahresumsatz (fast zehn Millionen Euro hinterzogenen Einfuhrsteuern) trägt der Kaffeeschmuggel wesentlich zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg in der stark zerstörten Grenzregion Aachen bei. Als dann 1953 die Kaffeesteuer gesenkt wird und die Schmuggler buchstäblich arbeitslos werden, muß auch der Zoll Arbeitsplätze abbauen. 53 Tote sind zu beklagen, die meisten von ihnen Schmuggler, darunter sogar Jungen und Mädchen. Aber auch Lustiges gibt es an der "Aachener Kaffeefront": Die von den Spenden der Schmuggler im Eifeldorf Schmidt erbaute Kirche "Sankt Mokka", Kaffeesäcke im Bauch von Lokomotiven, in Särgen und in Leichenwagen. Vor Gericht steht die Familie namens Kaffee und erklärt dem Richter treuherzig den Schmuggelgrund: "Wer schon den Namen hat, Herr Richter, der soll auch den Nutzen davon haben!" Vom späteren WDR-Moderator ("Mister Pumpernickel") Chris Howland meint ein Augenzeuge zu wissen, der damalige junge britische Besatzungsoffizier habe "den ganzen lieben Tag lang" in der Bar der britischen Besatzungsmacht in der Aachener Franzstraße verbracht. Als die Briten abzogen, kamen die belgischen Streitkräfte. Schon bald kursierte wegen der üppigen Versorgungslage der Soldaten in der Aachener Damenwelt das geflügelte Wort: "Hast du schon deinen Belgier?" Auch der Zoll regelt seine Versorgung. Der Zöllner antwortet morgens auf die Frage seiner Frau, was man am Abend essen solle: "Mal sehen, was wir heute zu verzollen haben!" Eine Zollbeamtin, welche damals die Schmugglerinnen zu durchsuchen hatte, wundert sich noch heute: "Wenn die Käufer seinerzeit gewußt hätten, an welchen Stellen in der weiblichen Unterwäsche die geliebten Bohnen versteckt waren, dann hätten sie diesen Kaffee nicht getrunken!".“
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